Kanalnetz

Kanalisationen

Die Ortsentwässerung erfolgt im Trenn- oder Mischsystem. Beim Trennsystem wird nur das eigentliche Schmutzwasser der ARA zugeführt. Regenwasser und anderes Sauberwasser versickert vor Ort oder wird mit separaten Leitungen in ein Gewässer geleitet.

Beim Mischsystem wird das Schmutz- und Regenwasser gemeinsam der ARA zugeleitet. Bei Regen wird das anfallende Mischwasser in Regenklärbecken und Fangkanälen zurückgehalten.

Das unterirdische Kanalnetz muss laufend kontrolliert und mit speziellen Hochdruckgeräten gereinigt werden. Auch die Einlaufschächte sollten periodisch überwacht und gereinigt werden. Das selbe gilt natürlich für alle Öl- und Schlammabscheider von Privaten.

Das Verbandskanalnetz (Regionaler Sammelkanal) umfasst eine Länge von ca. 35 km. Mit verschiedenen Pumpwerken werden Höhenunterschiede überwunden, wo das Abwasser nicht mit natürlichem Gefälle der ARA zufliessen kann. Gewartet werden 5 verbandseigene sowie 39 Gemeinde-Pumpwerke mit Wartungsverträgen.

Abwasseranfall

Der Zulauf zur ARA Sensetal beträgt bei Trockenwetter ca. 25'000 m3 und bei Regenwetter bis zu 75‘000 m3 pro Tag.

Im Tagesverlauf liegt die Abwassermenge in den frühen Morgenstunden bei 190 l/s und über Mittag bis gegen Abend bei 350l/s.

Die ARA Sensetal ist ausgelegt für einen maximalen Abwasseranfall von 750 l/s.

Regenbecken

Bei Regen, wenn der Abwasseranfall 750 l/s übersteigt wird das Abwasser im Regenbecken zurückgehalten. Bei sehr starkem Regen wird das Abwasser nur mechanisch gereinigt und den Flüssen zugeleitet. Der abgesetzte Schlamm (Fäkalien) und Schwimmstoffe werden zurückgehalten und nach Rückgang des Abwasseranfalls der ARA zugeführt. Das Regenbecken dient zudem bei Öl- oder Chemieunfällen als Rückhaltebecken. Gewartet werden 11 verbandseigene sowie 7 Gemeinde-Regenbecken mit Wartungsverträgen.

voller Kanal
volles Regenbecken
mit Überlauf

Fremdwassermessungen

Als Fremdwasser wird alles Quell-, Brunnen-, Sicker- oder Grundwasser bezeichnet. Dieses saubere Wasser wird in der Kanalisation verschmutzt und muss anschliessend in der Abwasserreinigungsanlage wieder gereinigt werden. Alle 2 Jahre werden Fremdwassermessungen durchgeführt. Es gibt immer noch einige Gemeinden, die ein grosses Quantum an Fremdwasser zuführen. Der Anteil 2015 beläuft sich auf 30 %.   

Die untenstehende Grafik zeigt, dass die bisherigen Anstrengungen erfolgreich waren.